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Schweinsoberleder Porcoberleder Konaporc

Schweinsoberleder Porcoberleder Konaporc

Schweinsoberleder

Das Schweinsleder wird nur in unbedeutendem Maße für die Herstellung von Schuhen herangezogen, in der Hauptsache findet es Verwendung für Handschuh-, Täschner-, Koffer- und Portefeuille-Leder. Nach vorheriger Entfettung, anschließendem Schwöden mit mehrtägigem Weißkalkäscher, nach langer Beize, werden alsdann die Häute Je nach der herzustellenden Lederart entweder in reiner Chromgerbung, in reiner pflanzlicher Gerbung oder in komb. chrom-pflanzlicher Gerbung mit entsprechender Zurichtung ausgearbeitet. Fertige Leder dieser Art zeichnen sich durch Geschmeidigkeit und Festigkeit, sowie durch ihren charakteristischen Narben aus. Die Lederindustrie bezieht die Schweinshäute teilweise aus Osteuropa und teilweise als Wildhäute aus Übersee. Der Handel konzentriert sich auf Wet-blue und fertige Leder.

Verwendung:

Schuhoberleder, Täschner bzw. Sattlerware,

Rohware:

Schweinscroupon

Gerbung:

Chromgerbung oder pflanzliche Gerbung

Nachgerbung:

pflanzlich / synthetisch

Aussehen:

glatt, natur

Zurichtung:

Anilin, Kaseinzurichtung, Glanzstoßzurichtung, Bügelzurichtung, Nitro, Deckfarbenzurichtung, moderne PU Zurichtung, wenig bis mittlere bis starke Deckung, wenn pflanzlich gegerbt oft natur.

Lederstärken:

0,7 - 1,5 mm

Griff & Stand:

weich bis fest, fester anliegender Narben

Bemerkungen:

sehr strapazierfähig & formbeständig gebrauchsfestes Schuhwerk, keine Losnarbigkeit oft als Konaporc mit angeschliffenen Narben

Schweinsleder, hauptsächlich zu Handschuh-, Portefeuille-, Täschner- und Buchbinderleder verarbeitet, kann sehr wohl mit natürlichem Narben in Form von glattem oder narbengepreßtem Oberleder, nach Abschleifen des natürlichen Narbens mit künstlicher Narbenschicht oder auch als geschliffenes Velourleder als haltbares Schuhoberleder Verwendung finden.

Verwendet für die Oberlederherstellung werden die Croupons von Schweinen über 50 kg Mindestgewicht. Eine Entfettung der Schweinshäute ist zweckmäßig. Um die etwas lose Struktur der Schweinshaut nicht weiter aufzulockern, sind stärkere Sulfidäscher mit kürzerer Äscherdauer zweckmäßiger als länger dauernde Kalkäscher. Häufig wird auch nach intensiver Schwöde und nachfolgender Entborstung ein mehrtägiger Weißkalkäscher angewandt. Zur Vermeidung eines losen Narbens wird bei verhältnismäßig langer Beizdauer die Beiztemperatur etwas niedriger als üblich gehalten. Beim Spalten von Schweinshäuten ist zu berücksichtigen, dass ein stärkeres Ausspalten infolge der durch die ganze Haut gehenden Borstenbälge die Leder zu offenporig macht. Die Gerbung kann in reiner Chromgerbung, in rein pflanzlicher Gerbung oder kombiniert chrom-pflanzlicher Gerbung erfolgen, entsprechend die Fettung und Zurichtung rindboxartig, fahllederartig oder auch waterproofartig neben den speziellen Zurichtarten für Portefeuillezwecke. Die Wasserdichtigkeit von Schweinsoberledern kann im Rahmen der Zurichtung durch Verwendung entsprechender Grundierungen auf Polymerisatbasis verbessert werden. Abschleifen des etwas groben Schweinsnarbens und Zurichtung in der Art des korrigierten Narbens mit Binderdeckfarben, ermöglicht dem Schweinsleder rindboxartigen Charakter zu vermitteln (Kona-Leder).


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lederarten/schweinsoberleder_porcoberleder_konaporc.txt · Zuletzt geändert: 2012/03/04 12:00 (Externe Bearbeitung)