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playground:faerbefehler

faerbefehler

Färbefehler - Ursachen und Behebung

Häufig vorkommende Fehlfärbungen:


Erscheinungsbild Problem Lösungsvorschlag
Liegefalten, ungeordnet
teilweise schmetterlingsartig.\\
Faßstillstand
Ruhepausen
Testphasen
Stillstand vermeiden.
Zügiger Arbeitsablauf.
Halsriefen färberisch
betont.\\
Waschen nach Neutralisation, Kationische Hilfsmittel,
Instabile Licker,
Ungleichmäßige
Nachgerbung,
Farbstoffkombination.
Waschvorgänge,
Lösungsvorschriften,
Geeignete Licker, bzw.
Stabilisierung,
Temperatur + Zeit,
Art und Aufziehgeschwindigkeit.\\
Bronzierung.\\Kationische Farbstoffe.Dosiermenge.
Partieweise Farb,- bzw.
Nuancenunterschiede
Hautmaterial unterschiedlich, Gewicht-Fläche,
Flottenvolumen,
Laufzeiten,Temperatur,
Fixierung, Einwaage.
Ermittlung, bzw. Egalität.

Einhaltung Rezeptur.

\\
Blauschwarze Stippen.Eisenflecken (Stippen)
(Falzen, Spalten).
Komplexaktive Mittel.
Helle Stippen.Gerbstoffhaltige Falzhilfen (Späne),
ungelöste o. schwerlösl.
Bestandteile aus Neutralisationsmittel
oder Maskierungsmittel.
z.B. Talkum.

Qualitative Produkte.

Ausreichende Lösungen
bereiten.\\
Helle Flecken.Kalkschatten, Verschmutzung
(Fett,Öl,Maschinen)
Transportbänder,
Stapler.
Abdecken.
Sauberkeit.


\\
Dunkle Flecken,
ungeordnet.
Naturfett.
Ausfällungen (Licker),
Kationische Gerbstoffe,
Verbrennungen WW.
Gleichmäßige Entfettung,
Stabilisierung,
gute Verteilung,
Basifizierung.\\
Dunkle Stippen,
punktförmig.
Bodensatz von
Farbstofflösungen,
Ausfällungen.
Rühren und
durchmischen,
evtl. Filter, Alter, Temp.
Salzbeständigkeit.\\
Wicklungen
und Verriß.
UPM.
Flottenlänge.
Ladegewicht.
Geschwindigkeit der Zeit und Flottenlänge anpassen, nicht zu kurze Flotte, Überladung vermeiden, evtl. Binden.\\
Narbenseite hell,
Fleischseite dunkel.
Sandwich Erschöpfung
starke kation. Ladung.
Mehrfaches Umladen und Auffärben vermeiden. Verdünnung und Konzentration
beachten.
Besondere
Wassersüffigkeit nach der Färbung.
Stellmittel im Farbstoff.Qualitativ hochwertige Farbstoffe einsetzen.
\\
Entfärbungsmöglichkeiten OxidativNatriumchlorit.
Kaliumpermanganat.

+ Natriumbisulfit
Wasserstoffperoxid.
ReduktivNatriumdithionit
(Hydrosulfit)
Bleichen und Aufhellensynthetische Bleichgerbstoffe,
Weißgerbstoffe.

Natriumthiosulfat
+ Säure.

**1. Allgemeine **\\ **Fehlfärbungen**\\

Sog. normale Unegalität,
Farb- und Stärkedifferenzen,
Mitte/Seite, Hals/Kratze.
Auswahl von Farbstoffen mit schlechtem Egalisiervermögen.Besser egalisierende Farbstoffe einsetzen.
Egalisierende Hilfsmittel einsetzen.
Färbemethode über-prüfen.
Wolkenartige Unegalität.Zu breites oder zu langsam laufendes Fass, mit ungenügender Durchmischung bei der Zugabe.Hohe, schnell laufende Fässer einsetzen.
Beladung des Fasses zurücknehmen.
\\
Schraubenartige Unegalität.Rollenbildung im Mixer oder im Fass.Beladung zurück-nehmen, Ausstattung mit Zapfen und Brettern überprüfen!\\
Leere Färbungen.Überneutralisation, zu hoher pH-Wert im Färbebad, zu hohe Ammoniakdosierung bei Velours.Neutralisation weniger alkalisch führen.
Neutralsalze organischer Säuren einsetzen.
Ammoniakdosierung zurückführen.\\

**2. Färbefehler aus Halbfertigfabrikaten**

Wolkenartige Unegalität, besonders an den Rändern von Wet-blue.Die angetrockneten Ränder sind nicht genügend rehydratisiert worden.Rückweiche der
Wet-blue länger laufen lassen.
\\
Jahreszeitliche Schwankungen in der Farbfülle von Wet-blue.Wet-blue verlieren im Winter mehr an Gewicht und sind deshalb schwerer rehy-dratisierbar.Für dichte Verpackung in Folien sorgen, und im Winter länger und bei höherer Temperatur rehydratisieren.\\
Wunder Narben bei betriebsfremden Crust.Äscher bei Temperaturen über 28°C oder zu starker Fassbewegung.Bei der Broschur ca.1% Polymerisat mitlaufen lassen.
\\

**3. Färbefehler aus der Nachgerbung von Chromledern**\\

Leere, stumpfe Färbung mit deutlichem
Farbumschlag.
Zu anionische Nachgerbung, verbunden mit der Auswahl von
Farbstoffen ungenügenden Aufbauvermögens.
Nachgerbung mit weniger reservierenden Nachgerbmitteln führen.

Farbstoffe besseren Aufbauvermögens
auswählen.

Stufenfärbung mit kationischen Hilfsmittel, oder eventuell kationischen Farbstoff.
Mangelhafte Repro-duzierbarkeit mit Färbungen auf nach-gegerbtem Leder.Unterschiedliche Temperaturen im Nachgerbungsbad.Einheitliche Temperaturführung in der Nachgerbung sicherstellen.
Ungenügende Lichtechtheit trotz Verwendung gut lichtechter Farbstoffe.Nachgerbstoffe schlecht lichtecht, wie Mimosa und Quebracho.

Die lichtechten Farbstoffe bauen auf nach-gegerbtem Leder schlecht auf.
Kastanie gesüßt, Polymer- und PU-Gerb-stoffe einsetzen, die besser lichtecht sind.
Farbstoffe auswählen, die neben guter Lichtechtheit auch gutes Aufbauvermögen aufweisen.
Wolkige Färbungen auf nachgegerbten Ledern.Unegales Aufziehen der Nachgerbung.Auf pH 4,5 neutralisieren und unkondensierte Arylsulfosäure (1-2%) als Egalisierer der Nachgerbung vorlaufen lassen.\\

**4. Färbefehler aus der eigentlichen Färbung: Allgemeine Hinweise**\\

Leere, wenig brillante Färbungen bei lappigen Griff und deutlicher Einfärbung der Leder.Überneutralisation durch Überdosierung der Neutralisationsmittel, und zu hohe Temperaturen.Bikarbonat, Sulfit und Färbereihilfsmittel reduzieren.
Waschen vor der Neutralisation bei tieferer Temperatur; im Neutralisationsbad die Temperatur senken.
Besser überwachen, am wirkungsvollsten durch automatische Dosierung.
Deutliche Unegalität bis wolkige Färbungen bei überfärbter Fleischseite.Zu knappe Neutralisation bis zur Anwesenheit starker, freier Säuren im Färbebad.Verlängerung der Neutralisationszeit und Überwachung des pH-Wertes im Neutralisationsbad.
Am besten Neutralisation mit automatischer Dosierung auf pH-Werte zwischen 4 und 5 einstellen
Immer wieder auftretende leichte Schattierungen der Färbungen.Örtliche Stärke-schwankungen in der Färbeflotte, infolge von zu wenig wirksamer Durchmischung.
Eingaben mit großen Temperaturdifferenzen zu Färbegut lassen örtliche Temperatur-unterschiede entstehen.
Vereinheitlichung der Färbetemperatur.
Durch Waschen.
Durch Durchmischen.
Zugabetemperatur gleich wie Badtemperatur.
Umlaufgeschwindigkeit.
Faßbreite.
\\
Bei schwarzbunten Häuten, die eine
Oxidationsbleiche
im Pickel hatten,
während der Färbung
Pigmentkonturen.
Oxidationsbleiche im
Pickel war nicht
ausreichend.
Verstärkung, bzw.
Verlängerung der Oxidationsbleiche.


\\
Wolkige Färbung bei Pastelltönen.Zu geringes
Hilfsmittelangebot im Vergleich zur
Aufnahmekapazität.
(FARBE)
Die Summe von Farbe
und Hilfsmittelangebot sollte mind. 3 % sein.

\\
Katastrophale
Unegalität bei
Pastellnuancen die
nachnuanciert werden mußten.
Der hohe pH-Wert der Nachnuancierung
wurde nicht lange genug
mit Säure auf pH 3,5-3,8 zurückgeführt.
Stärker und vor allem länger mit HCOOH absäuern und mit 0,5 % schwach kation. Harz fixieren.\\
Deutlicher
Farbumschlag bei der
Färbung mit 1:2 MTK.
Verwendung von komplexaktiven Hilfsmittel. MTK entmetallisiert. Entstehung von nicht säureechten Beizenfarbstoffen.Komplexaktive
Hilfsmittel beim Färben mit MTK vermeiden.

**5. Färbeschwierigkeiten**\\ „ungeeignete Farbstoffe"

Allgemeine Unegalität der Färbung.Farbstoff egalisiert auf dem vorliegenden Leder
schlecht.
Besser egalisierender Farbstoff nach
Musterkartenangabe auswählen.
1:2 MTK brauchen Egalisierer für Egalität.\\
Ränder, Ausheber,
dünne Zonen färben sich etwas anders als in der Hauptnuance an.
Schlechtes
Farbstoffgemisch.
Austauschen.
Beim Färben aus einem großem Farbstoffgebinde werden die Färbungen langsam, aber
kontinuierlich
schwächer.
Farbstoff ist hydroskopisch und zieht Wasser aus der Atmosphäre an.
Infolgedessen wird bei gleichem Gewicht
immer weniger
Farbsubstanz
eingewogen.
Gebinde nach jeder
Entnahme fest
verschließen.




\\

**6. Färbeschwierigkeiten**\\ **bei der Auswahl **\\ **unverträglicher **\\ Farbstoff-Kombinationen

Großer
Farbtonunterschied
zwischen Narben- und Fleischseite, bzw.
zwischen Riefe und sonstiger Fläche bei
einer Färbung mit einer
Farbstoffkombination.
Mischung aus
schnellziehendem und
langsamziehendem
Farbstoff.
Der langsame Farbstoff
zieht in größeren
Anteilen auf die
Fleischseite auf.
Farbstoffe mit einem möglichst ähnlichen Ziehvermögen für
Kombinationen
auswählen.

\\
Unegalität infolge
gegenseitiger
Ausfällung von
Farbstoffen.
Der pH-Wert von
Farbstofflösungen kann
zwischen 2,5 und 11 schwanken. Farbstoffe
mit extremen
pH-Werten können
miteinander
unverträglich sein.
Bei der Farbstoffkombination auf angenäherte pH-Werte der
Farbstofflösungen
achten und durch
Tropfproben auf
Filtrierpapier die
Stabilität der Lösungen bei der Mischung
prüfen. Bei der
Farbstoffauswahl
innerhalb eines
Sortimentes bleiben.\\
Häufige
Nuancenschwankungen von Partie zu Partie.
Ungeeignete Relation der Hauptkomponente zum Abtrüber z.B. 99:1.Ideale Einstellungen sind Relationen von 50:50, die sich nicht in der Hauptnuance,
sondern nur im
Farbstich
unterscheiden.
Nuancenumschläge auf stark nachgegerbten Ledern.Farbstoffkombinationen mit unterschiedlichem
Aufbauvermögen
reagieren, z.B. auf
Temperaturschwankungen in der
Nachgerbung, mit
Nuancenumschlägen.
Kombinationen sollten,
soweit sie auf
nachgegerbten Ledern verwendet werden, auch im Aufbauvermögen übereinstimmen. Je niedriger ein Abtrüber dosiert werden muß, desto besser müssen sein Aufbauvermögen und auch die übrigen Echtheiten sein.\\

**7. Färbefehler durch die mechanischen **\\ **Bedingungen und die **\\ **Färbemethoden**

Nicht konturierte,
unregelmäßige helle und dunkle Flächen bis zu deutlicher
Marmorierung bei der Faßfärbung.
Durch ungenügende
apparative Gegebenheiten, wie Faßdimensionierung und Einbauten,
Partiegrößen und Umlaufgeschwindigkeit, Zulaufgeschwindigkeit der Dosierungen und Richtungswechsel des Fasses, verursachte
Inhomogenität der
Verteilung der Zugaben.
Überprüfung und
Verbesserung der
apparativen Mittel,
Reduzierung der
Färbegeschwindigkeit durch Erhöhung des pH-Wertes,
Erniedrigung der
Temperatur, eventuell Vorlauf eines
Egalisieres.
Regelmäßige Unegalität der Pulverfärbung bei bestimmten
Farbstoffkombinationen.
Einer der Farbstoffe aus der Farbstoffkombination unterschreitet die Löslichkeitsgrenze für das Verfahren.Alle Bestandteile einer Farbstoffkombination einer Pulverfärbung sollten in der
Löslichkeit naheliegen, und 30g/l möglichst nicht unterschreiten.

**8. Fehlfärbungen**\\ **durch den **\\ **Hilfsmitteleinsatz**\\

Völlig leere Färbungen beim Einsatz
anionischer Hilfsmittel in Neutralisation und Vorlauf.
Die Badtemperatur lag zu hoch beim Einsatz des Hilfsmittels,
wodurch dieses völlig oberflächlich aufzog und dabei den Narben sehr stark reservierte.
Die Badtemperatur beim Vorlauf
anionischer Hilfsmittel
sollte zwischen 25-30°
liegen.
Harte Leder beim
Einsatz kationischer
Hilfsmittel.
Die Durchfettung wird von stark kationischen
Hilfsmitteln
oberflächlich blockiert.
Entweder mit kation.
Licker fetten oder
anion. Durchfettung vor kation. Übersetzung
geben.

**9. Färbefehler durch die Lickerung und **\\ **Entfettung**

Allgemeine Unegalität, überfärbte Fleischseite.Zu starke, nicht
ausreichend stabile
Fettung in der
Chromgerbung, bzw. Nachgerbung oder zu
hohe Dosierung kation. Fettungen in Pickel und Chromgerbung.
Gesamttechnologie
unter diesen
Gesichtspunkten
überprüfen.
Bei einer Serie
identischer Färbungen am gleichen Tag ,
werden die Leder
immer etwas härter und besonders auf der Fleischseite dunkler.
Aus Rationalisierungsgründen wird oft ein Großansatz des
Lickergemisches
angesetzt ,und davon im Laufe des Tages
einzelne Chargen nach Aufrühren abgezogen. Die zuletzt eingesetzten Chargen sind zwangsläufig durch das Stehen grobteiliger geworden und ziehen
oberflächlicher.
Jede Lickerung frisch ansetzen und nach
kurzem, immer gleich langem Stehen ins Faß geben.
Dunkle Flecken,
unregelmäßig verteilt.
Infolge zu tiefer pH-Werte im Lickerbad wird Chromgerbstoff in die Flotte abgezogen, der destabilisierend wirkt.Der pH-Wert im Bad anion. Licker sollte 4 - 5 nicht unterschreiten, und zum Abschluß nicht unter 3,5 - 3,7
abgesäuert werden.
Fettflecken.Durch Mischung
unverträglicher Licker. Durch Ausfällen einer gegen mechanische Beanspruchung
instabilen
Lickermischung infolge der Fassbewegung.
Lickermischungen überprüfen durch
Stehenlassen.

Durch Versetzen mit
geringen Mengen einer Lösung des
Nachgerbemittels.

Durch Schütteln der Mischung nach a) auf der Schüttelmaschine.

Bei negativen Befunden Mischung ändern.
Dunkle Riefen, großer Unterschied zur Fleischseite.Instabile Fettung.
\\
In der Nachgerbung , bzw. Neutralisation hellgerbenden
Gerbstoff, oder ein
Färbereihilfsmittel
vorlaufen lassen. Licker stabiler einstellen, z.B. durch Einführung eines sog. „Pelzwaschmittels“ oder eines synthetischen Lickers.

**10. Unegalitäten durch die Trocknung**\\

Große dunkle Flecken bei der
Hängetrocknung an
allen Stellen des Leders.
Berührungsflecken. An den Berührungsstellen verdunstet das Wasser langsamer.Grundsätzlich alle
Bedingungen vermeiden, die die Flotte aus dem Leder
stellenweise langsamer
verdunsten lassen, denn dort entstehen immer Flecken. In unserem Fall die Leder mit
größerem Abstand hängen.
Dunkle, diffuse
Schattierungen in den tieferen Zonen aller in der Vertikalen
getrockneter Leder.
Bei langsamer
Trocknung in der
Vertikalen, sickert die kapillar im Leder
eingelagerte Flotte, mit allen Inhaltsstoffen nach unten, wodurch sich ungebundene
Gerbstoffe, Farbstoffe und Fette dort
anreichern.
Grundsatz jeder
Trocknung sollte sein, mit möglichst leeren Flotten in dieselben zu gehen.

Hierzu sorgfältig
absäuern und die
Baderschöpfung
überprüfen.
Zusätzlich hierzu ist es vorteilhaft, mit 0,5 % eines schwach
kationischen Harzes im erschöpften und
abgesäuerten Lickerbad zu fixieren.\\
Feuchte Leder, die vor der Trocknung längere Zeit auf dem Bock im Licht standen, zeigen hellere Ränder.Die Lichtempfindlichkeit feuchter Leder ist sehr viel größer als die trockener Leder.







\\
Feuchte Leder nicht längere Zeit dem
direkten Sonnenlicht aussetzen.

Grundsätzlich nicht
Leder in der Sonne trocknen.\\

**11. Unzureichende **\\ **Reproduzierbarkeit**\\ **Allgemeine Hinweise**

Die Reproduzierbarkeit von Färbepartien ganz allgemein und bei allen Nuancen ist unter den Bedingungen des
Betriebes schlecht.
Die Partien sind nicht gleich groß und uneinheitlich. Die Partien schwanken in den Dicken. Die Fässer sind in Form, Fassungsvermögen, Umlaufgeschwindigkeit und hinsichtlich Einbauten
unterschiedlich. Gerbpartien verschiedenen Alters werden zu Färbepartien zusammengestellt. Das Färbegut wird nach
Stückzahl dosiert. Es
entstehen starke pH- Schwankungen durch die Verwendung starker Säuren zum Absäuern. Es entstehen erhebliche Unterschiede in den Faßtemperaturen, wenn man z. B. 4 Fässer am gleichen Strang gleichzeitig spült oder mit Flotte beschickt.
Partien gleichen Gewichts in etwa gleicher Fläche
zusammenstellen. Gleiche Dicke ist unerläßlich. Gleiche Faßbedingungen schaffen. Nur Gerbungen gleichen Alters zu
Färbepartien
zusammenstellen. Wenn nicht möglich, leichte Chromnachgerbung geben.
Die ideale Dosierung ist die auf die Fläche bezogene, die zweitbeste ist die nach
Gewicht. Dosierung nach Stückzahl gibt immer
wieder Ausreißer.
Durch starke Säuren ohne Pufferungsvermögen
entstehen schon durch
minimale Dosierungen
große pH-Sprünge. Ideale Säuren: Essigsäure, gut brauchbar: Ameisensäure.
Die realen Temperaturen jeweils im Faß
kontrollieren.
Einzelne Partien in der Nuance abweichend.\\Häufig Wägefehler.Immer dieselben
Mitarbeiter bei
besonderer Würdigung ihrer Leistung und
Verantwortung
abwiegen lassen.
Die Partien fallen mit schwankenden
Farbstärken an.\\
Zwischen den Partien sind
Dickenunterschiede, sei es bewußt oder
unbewußt, indem z.B. die Leder mit
unterschiedlichen
Wassergehalten zum Falzen gelangen.
Erhebliche Temperaturschwankungen in Nachgerbung und Neutralisation bei Anwesenheit von Gerbstoffen und gerbenden Hilfsmitteln.\\
Je dünner ein Leder ist, desto größer ist seine Fläche im Verhältnis zum Gewicht und desto mehr Farbstoff benötigt es für die gleiche
Farbstärke.
Verschiedene Dicken müssen also durch die Farbstoffdosierung
ausgeglichen werden.
Darauf achten, daß die Leder mit gleichen Wassergehalten zum Falzen kommen.
Ungenügende
Reproduzierbarkeit mit Stärkeschwankungen bis zu 70 %, oft
verbunden mit
Nuancenschwankungen, unterschiedlicher
Einfärbung u.a..\\
Mit eine der häufigsten Ursachen mangelhafter Reproduzierbarkeit sind schwankende
Temperaturen
in Nachgerbung und Neutralisation.
In diesem Bereich ist Vereinheitlichung
besonders wichtig.
Helle Ränder und
Stärkeunterschiede
zwischen den Partien.\\
Die Leder haben nach der Chromgerbung vor dem Spalten bzw.,
Falzen, unterschiedliche Zeiten gestanden und sind z.T. an den
Rändern angetrocknet.\\
Grundsätzlich
Standzeiten kurz halten. Leder immer mit Folie abdecken. Waschwasser vor der Neutralisation auf pH-Wert prüfen und Neutralisation auf das Ergebnis
abstimmen.
Stärke- und
Nuancenschwankungen bei Feiertagspartien.
\\
Höhere Chromgehalte durch längeres Liegen in der Gerbflotte
ergeben vollere
Färbungen. Der höhere Eisengehalt des
Betriebswassers
in den Leitungen nach Feiertagen macht die Lederfarbe grauer .
Sonntagspartien für dunklere Nuancen
heranziehen.
Am Montag Wasser
einige Zeit laufen
lassen.
Nuancenschwankungen bei Pastellnuancen von Partie zu Partie.Unterschiede in den Laufzeiten.Laufzeiten präzise
einhalten.
12. Spezialfälle
ungenügender
Reproduzierbarkeit

Farbstärke ,
Schwankungen von
Partie zu Partie,
besonders im Winter.\\
Schwankende
Äschertemperaturen. Schwankende
Pickeltemperaturen
und dadurch
unterschiedliche
Endtemperaturen der Chromgerbung.
Temperaturüberwachung bei den
Vorarbeiten, und für
entsprechenden
Ausgleich sorgen.\\
Dunkler gefärbte, oft auch unegalere
Ausreißerpartien.
Durch die Verwendung eines
Entkälkungsmittels niedrigen pH-Wertes, und geringer Pufferung entstehen durch Schwankungen im
Zugabe - Rhythmus
pH-Minima unter pH 5, die den Grund fixieren.
Entkälkungsmittel mit höherem pH-Wert und guter
Pufferungskapazität verwenden.\\
Unterschiede in der Farbintensität zwischen den Partien.\\Durch frühen Einsatz eines Gleitmittels in der Chromgerbung.
wird deren
Endtemperatur und,
davon unabhängig, der Chromgehalt der Leder niedriger.
Gleitmittel erst in der zweiten Phase der Chromgerbung immer zum gleichen Zeitpunkt dosieren.


\\
Bei der Gerbung mit selbstreduzierenden Brühen Schwankungen der Farbintensität von Partie zu Partie.\\Unregelmäßigkeiten in
der Selbstreduktion
hinsichtlich Schnelligkeit der Säurezugabe, der Temperatur, der
Alterung der
Gerbbrühen und
hinsichtlich der
Zusammensetzung des Reduktionsmittels.
Standardisierung durch Umstellung auf
gerbfertige
Chromgerbstoffe.





\\
Bei gut standardisierten Verfahren
Stärkeschwankungen im Vergleich zur letzten Partie bei Anbruch
eines neuen
Farbstoffgebindes.\\
Stärkeschwankungen durch
Stärkeunterschiede der neuen
Farbstofflieferung.
(bis zu 10 % möglich bei einer
Empfindlichkeitsgrenze der Augenmusterung von +- 5 %).\\
Typmuster der
Farbstoffe immer
verfügbar halten.
Jede neue Lieferung sollte gegen den
jeweiligen Typ in einer Vergleichsfärbung
geprüft werden.

\\
Beachtliche
Unterschiede von Haut zu Haut innerhalb einer Partie.
Faß überladen.Faßbeladung
reduzieren.

\\

**13. Beanstandungen von Färbungen bei **\\ **Verarbeitung und **\\ **Gebrauch**

Ungenügende
Überspritzechtheit von Zurichtungen oder Durchschlagen von Färbungen durch die Zurichtung beim heißen Bügeln.
Ungenügend
migrationsechte
Färbungen mit 1:2 MTK Farbstoffen in Anwesenheit von
Hochsiedern.
Man muß darauf
achten, daß
migrationsunechte Färbungen nicht mit Hochsiedern, sei es aus Flüssigfarbstoffen oder aus Zurichtansätzen, in Berührung kommen.
Dunkle Flecken bei der Verarbeitung von
Anilinledern unter Druck bzw., erhöhter Temperatur.
Ungebundenes,
migrierendes ,
Mineralöl aus der
Fettung diffundiert aus dem Leder an die
Oberfläche.
Umstellung der
Lickerung zu besser
abbindenden,
sulfonierten Fetten.
Helle Verfärbung an Stellen starker
Zugbeanspruchung, z.B. an den Spitzen des Schuhes.
Oberflächliche Fettung mit hohen
Neutralölanteilen
bewirken eine
Farbvertiefung, die sich bei Zug aufhellt.\\
Weniger oberflächlich aufziehende und
weniger Neutralöl-
enthaltende Fettung
einstellen.
Anilinleder schmutzen besonders schnell und stark beim Gebrauch an: Das Leder wird speckig.\\Das Leder ist zu
hydrophob. Seine
Fettung enthält zuviel Neutralöl und sitzt zu oberflächlich.
Mehr sulfonierte Fette, weniger Neutralöl
einsetzen, statt
Aluminium -
Nachgerbung mit
ChromaluminiumMischkomplex arbeiten. Synthetische Gerbstoffe in der Nachgerbung verwenden.
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playground/faerbefehler.txt · Zuletzt geändert: 2018/11/03 15:48 von admin