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lederbegriffe:thermoplastizitaet

Thermoplastizitaet

Wird ein Bindemittel unter dem Einfluss von Wärme weich, dann ist es thermoplastisch und eignet sich nur für Bügelzurichtungen. Wird es in der Wärme nicht weich oder klebrig, ist es also nicht thermoplastisch, dann kann es für Stoßzurichtungen eingesetzt werden. Die thermoplastischen Bindemittel setzt man bevorzugt in Imprägnierungen, Grundierungen und Deckschichten ein, die nichtthermoplastischen Bindemittel werden mehr in Appreturen verwendet.

Zu den thermoplastischen Bindemitteln zählt man die Polymerisat-Dispersion auf Acrylat-, Butadien-, Styrol- oder Vinylchloridbasis und die Mischpolymerisate, egal ob sie nicht reaktiv oder reaktiv sind (= vernetzbar). Als Sonderfall wird das nicht-thermoplastische Polyurethan wegen seiner Elastizität wie ein thermoplastisches Bindemittel behandelt. Es bildet u.a. den Lack der Lackleder.

Zu den nichtthermoplastischen Bindemitteln gehören Kasein und Kollodium, sowie eiweißhaltige Kondensationsprodukte, auch Eialbumin, Blutalbumin und pflanzliche Schleimstoffe (Karagheenmoos, Tragant) zählen zu dieser Gruppe, obwohl sie typische Appreturmittel darstellen.

Die thermoplastischen Polymerisat-Bindemittel, Kasein, Albumine, eiweißhaltige Bindemittel und die Schleimappreturen werden in Wasser gelöst oder mit Wasser verdünnt. Sie bilden mit passenden Hilfsmitteln wässrige Zurichtsysteme. Polyurethan ist nur in bestimmten organischen Lösungsmitteln löslich, in wässrigen Produkten liegt es als Dispersion vor.


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lederbegriffe/thermoplastizitaet.txt · Zuletzt geändert: 2012/03/04 11:58 (Externe Bearbeitung)