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lederarten:schweissleder_hutschweissleder_und_muetzenschweissleder

Schweißleder Hutschweißleder, Mützenschweißleder, Helmschweißleder

Schweißleder Hutschweißleder, Mützenschweißleder, Helmschweißleder

Diese Lederart muss besondere Echtheiten bzgl. der Schweißbeständigkeit aufweisen.
Helm- und Hutschweißleder. Sie sind auch zu den Bekleidungsledern zu zählen. Sie stellen aber insofern Spezialleder dar, da an diese Leder besondere Anforderungen gestellt werden. Sie dürfen als gemeinsame Eigenschaft keine die Haut reizenden Stoffe enthalten. Der pH-Wert darf nicht unter 4,0 liegen, und der Gehalt an freien Fettsäuren ist auf höchstens 2,0 % begrenzt. Als Rohware werden Ziegen-, Schaf- oder Haarschaffelle eingesetzt. Die Gerbung dieser Leder erfolgt bevorzugt rein pflanzlich. Hutschweißleder können auch in einer Kombination pflanzlich/chromgegerbt werden. Helmschweißleder werden in Schutzhelmen verarbeitet. Sie müssen zur Schweißaufnahme eine ausreichende Saugfähigkeit aufweisen. Es werden naturelle Leder ohne jede Zurichtung eingesetzt.

Hutschweißleder müssen den Hut oder die Mütze vor dem Eindringen des Schweißes schützen. Sie können daher gefärbt werden, und sie erhalten als Abschluss eine geschlossene Zurichtung, meist auf Basis von Cellulosenitrat.

Als Hut- und Mützenschweißleder dienen meist pflanzlich gegerbte, seltener chromgare Schaf-, Bastard-, Ziegen- und Schweinsleder, die zur Erreichung eines guten Saugvermögens nach guter Äscherung und Beize, mäßiger Gerbung und Fettung vor allem von allen auswaschbaren Stoffen befreit sein müssen. Sie dürfen keinerlei hautreizende Stoffe, wie lösliche Chromverbindungen, Farbstoffe, synthetische Gerbstoffe, enthalten. Um ein Durchschlagen des Schweißes zu vermeiden und die Haltbarkeit des Schweißleders zu erhöhen, wird häufig auf ein Saugvermögen der Schweißleder verzichtet und diese mit Deckfarben zugerichtet. Hierfür können nur Deckfarben auf Nitrocellulosebasis bzw. Polymerisat- oder Binderbasis Verwendung finden, da reine Eiweißdeckfarben durch den alkalisch werdenden Schweiß gelöst und durch die Farbpigmente die Gefahr von Hautreizungen gegeben würde.

Bei Helmschweißledern muss besonderer Wert auf eine gute Saugfähigkeit des Leders für die Schweißausdünstungen gelegt werden. Helmschweißleder dürfen grundsätzlich nicht mit Deckfarben irgendwelcher Art abgedeckt werden.


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lederarten/schweissleder_hutschweissleder_und_muetzenschweissleder.txt · Zuletzt geändert: 2012/03/04 12:00 (Externe Bearbeitung)