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Fettgarleder

Fettgarleder

Fettgarleder. Das für Näh- und Binderiemen bestimmte Leder muss weich und biegsam, dabei aber zäh und reißfest sein. Meist benutzt werden Fettgarleder oder auch Chromfettgarleder, Lederarten, die aus leichten Rinds- oder Schweinshäuten hergestellt werden. Das sachgemäß vorbereitete Blößenmaterial wird einer mäßigen Alaungerbung, seltener einer Vorgerbung mit Formalin oder pflanzlicher Gerbung, zur Erzeugung von Chromfettgarleder einer mäßigen Chromgerbung unterzogen und erfährt eine stärkere Fettimprägnierung. Eine eigentliche Fettgerbung liegt nicht vor. Chromledernähriemen haben den Vorteil größerer Wärmebeständigkeit.

Bei dieser Lederart handelt es sich trotz ihres Namens nicht um eine Fettgerbung. Das „Fettgarleder“ ist kein richtiges Leder, es ist lediglich Blöße, die mit Fetten imprägniert wurde, die aber zum Unterschied von Tran keine gerbende Wirkung haben. Die fast immer mit Alaun vorgegerbten Blößen werden intensiv mit einem Fettgemisch behandelt, bei dem hauptsächlich Rindertalg mit Beimischungen von Paraffin, Vaseline und Rosskammfett verwendet werden, die ihrer gesamten Natur nach kein Gerbvermögen besitzen. Dies erfolgt im Walkfass oder in der Walke. Fettgarleder werden heute nur noch in geringem Umfang hergestellt; sie sind außerordentlich zäh und fest und finden hauptsächlich für Näh- und Binderiemen, für Peitschenleder und vereinzelt auch für Geschirrleder Verwendung.


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lederarten/fettgarleder.txt · Zuletzt geändert: 2012/03/04 12:00 (Externe Bearbeitung)