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Fehler bei der Chromgerbung
Bei der Chromledergerbung ist man bestrebt, ein Leder mit einem festen, geschlossenen Narben zu erhalten, der zugleich genügend geschmeidig und glatt ausfallen soll. Es muss daher beim Verlauf der Gerbung vermieden werden, dass eine übermäßige Säureschwellung sowie ein zu rasches Angerben auftritt.
Weiter muss darauf geachtet werden, dass die gepickelten Blößen keinesfalls in Gerblösungen eingebracht werden, die weniger als 6 % Kochsalz enthalten. Andernfalls besteht die Gefahr einer Säureschwellung mit der Folge eines groben und losen Narbens. Ein überschüssiger Zusatz von Salz führt zu einem flachen Leder. Werden Blößen gleich in stark basische Chrombrühen eingebracht, so bewirkt dies ein zu starkes Anfallen des Chromgerbstoffes an die Außenschichten und hat zur Folge, dass der Narben leicht brüchig wird. Eine weitere Fehlermöglichkeit bei Chromleder ist durch das Auftreten dunkler, wolkenartiger Flecken unterschiedlicher Größe gegeben, die auf eine ungleichmäßige Chromablagerung in der Narbenschicht zurückzuführen sind. Ausgelöst kann diese werden, wenn einerseits die Blößen unsachgemäß entkälkt zur Gerbung kommen oder wenn zu stark basische Brühen eingesetzt werden und wenn beim Basischmachen die Sodazugabe zu rasch und in zu starker Lösung vorgenommen wird. Eine Beseitigung dieser Chromflecken aus dem Leder ist nicht möglich.
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