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Waschen nach dem Äscherprozess
An dem geäscherten Hautmaterial befinden sich noch Reste der zerstörten Haare. Es haftet noch eine beträchtliche Menge der Äscherchemikalien an dem Hautmaterial, da diese durch das Ablassen der Äscherrestflotte nicht entfernt werden konnte. Früher wurden diese Reste durch das sogenannte Spülen entfernt, d. h. in das Arbeitsgefäß wurde fortlaufend Wasser eingeleitet. Hierbei erfolgte ein fortlaufendes Abfließen von Wasser.
Während dieses Spülprozesses wurde das Gefäß bewegt; wenn es sich um den Haspel handelt, die Schaufelräder bewegt. Dieser Prozess benötigte unter Umständen eine Dauer bis zu 1 Stunde und mehr. Heute ist man zum sogenannten Waschprozess übergegangen. Dieser bringt neben einer deutlichen Einsparung an Wasser eine wesentlich bessere Vorreinigung des geäscherten Hautmaterials. Zur Durchführung dieses Waschprozesses wird in das Arbeitsgefäß Wasser eingeleitet, und zwar in Mengen, die ähnlich sind denjenigen, die man zum Äscherprozess benötigte.
Nach Beendigung des Zulaufens von Wasser wird das Arbeitsgefäß in Bewegung gesetzt. Nach 5-10 Minuten Bewegung wird die Waschflotte abgelassen. Dieser Prozess kann noch ein- bis zweimal wiederholt werden. Die Temperatur des Waschwassers richtet sich nach der Temperatur, die bei den nachfolgenden Prozessen des Entkälkens und Beizens benötigt wird.
Wird nach dem Waschprozess ein mechanischer Prozess eingeschaltet, wird die Temperatur im allgemeinen auf 20 - 25° C eingestellt.
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