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Alaungerberei
Alaungerberei
Alaungerberei heißt diejenige Gerbmethode, welche die Häute und Felle mit Kalialaun oder Tonerdesulfat (schwefelsaure Tonerde) und Kochsalz ausgerbt. Die alaungaren Blößen sind gleich nach der Gerbung steif und hart und müssen durch Strecken, Stollen u. dgl. weich und zügig gemacht werden. Die Alaungerbung wird in kurzer Zeit ausgeführt, doch ist die Wasserbeständigkeit (siehe dort) der alaungaren Leder nur gering.
Man unterscheidet je nach den Gerbverfahren und verschiedenen Zusätzen die gewöhnliche Weißgerberei, die ungarische Weißgerberei, die Glacé - und Kidgerberei, und die Pelzgerberei. Die Alaungerbung ist also eine Mineralgerbung, da sie als Gerbstoff anorganische Stoffe verwendet.
Die Alaungerberei wurde schon im Altertum geübt In Ägypten und auf den Liparischen Inseln wurde viel Alaun gewonnen, der zur Färberei und Gerberei verwendet wurde. Im Mittelalter wurde viel alaungares Leder zu Riemen- und Sattlerwaren verarbeitet. Namentlich in Ungarn hat man viel weißgares Leder hergestellt und bis heute heißt Alaunleder im Französischen „ungarisches Feder“. Aber auch in Prag (Jirchari) und Nürnberg wurden viele Weißgerber ansässig. Im XIV. Jahrhundert war schon der Zusatz von Eigelb und Weizenmehl zu der Alaungare in Deutschland bekannt, aber erst durch die Hugenotten ist diese Gerbung als Glacégerbung allgemein geworden. Die Neuzeit hat im Prinzip an der Alaungerberei nicht viel geändert, nur tritt jetzt das Aluminiumsulfat an Stelle des Kalialauns und die einzelnen Operationen werden den neuen Methoden angepaßt.
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