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Schlagriemenleder

Schlagriemenleder

Unter den in der Textilindustrie benötigten technischen Ledern haben die Schlagriemenleder zum Hinundherschlagen der Webschützen an den Webstühlen besondere Bedeutung. Schlagriemenleder müssen, um die starke, ruckartige Beanspruchung auszuhalten, bei guter Weichheit, Elastizität und Zügigkeit besondere Zähigkeit und Festigkeit besitzen. Rindshäute, vorwiegend Bullen- und Ochsenhäute, in den Gewichtsklassen von 30 - 50 kg, und Büffelhäute werden bei Gerbung „ohne Haar„ den normalen Wasserwerkstattarbeiten unterworfen, bei Gerbung „mit Haar“ unterbleiben diese zur Schonung des Hautfasergefüges völlig. Die Gerbung erfolgt in einer Schwefelgerbung mit nachfolgender pflanzlicher Gerbung oder in Chromgerbung, bei der ebenfalls Chromgerbung mit einer Schwefelgerbung kombiniert wird. Die für Schlagriemen häufiger angewandte Melior-Gerbung stellt eine weitgehend variable Kombination von Schwefelgerbung, Fettgerbung und vegetabilischer Gerbung dar. Die Leder werden nach beendeter Gerbung gut ausgewaschen und erhalten nach einem schwachen Vorlicker eine meist starke Fettung im Fass unter Verwendung von Tran und Degras bis zu 35% Fettgehalt.


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